Der erste Monat im Jahr ist schon Geschichte

von Jana Fischer (Kommentare: 0)

Man hat noch das Knallen der Sektkorken in den Ohren, gerade eben war noch Silvester und nun soll 1/12 des Jahres schon wieder um sein. Was hat uns der erste Monat im neuen Jahr gebracht? Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Was haben Sie sich vorgenommen für 2014? Wie kommen Sie voran? Wo stehen Sie nachdem der erste Monat schon gelaufen ist?

Sind Sie weit entfernt von Ihren Zielen, sollten Sie sich diese noch einmal genau anschaunen. Waren es tatsächlich Ziele oder „nur“ Wünsche oder Hirngespinnste?

Was macht ein Ziel aus und wie unterscheidet es sich von einem Wunsch?

Wünschen kann ich mir ja viel und muss fast nichts dazu beitragen. Wenn ich mir also wünsche im Lotto zu gewinnen, muss ich nur den Lottoschein abgeben. Geht ja nun sogar seit einiger Zeit wieder online. Der Rest erledigt sich von selbst. Ist es mein Ziel Lottomillionär zu werden, da muss ich mir schon mehr einfallen lassen. Vielleicht spiele ich dann nach einen ausgeklügeltem System und mit hohem Einsatz oder mit Unterstützung einer Spielgemeinschaft.

Sie sehen schon, ein Ziel zu verwirklichen, dafür bedarf es schon etwas mehr.

Lassen Sie es mich versuchen, anhand eines Silvesterklassikers zu erklären. Sie verkündeten am 31.12.2013 gegen 23.55 Uhr, dass mit Rauchen aufhören.

Da könnte es sein, dass Sie jetzt als einmonatiger Nichtraucher meinen Blog-Beitrag amüsiert lesen oder bereits noch vor dem Morgengrauen des 1.1.2014 die erste Zigarette wieder angesteckt haben.

Was könnte bei der letzten Variante schief gelaufen sein?

Das Ziel war nur ein Wunsch und nur so daher gesagt, die Gründe dafür diffus. Vielleicht war es doch nichtwirklich aus finanziellen Gründen dringend nötig das Rauchen aufzugeben oder der gesundheitliche Aspekt wurde nicht ausreichend als anstrebenswert geachtet oder außer dem Wunsch ist in der Realität keine weitere Veränderung dafür eingeleitet worden.

Also Ziele definieren, am besten schriftlich: Warum will ich aufhören zu rauchen?

Meine Gesundheit ist mir wichtig und das ist auf Dauer mit dem Rauchen nicht in Einklang zu bringen. Ich habe schon Bluthochdruck, bin ev. übergewichtig,  ich bewege mich kaum und bin soetwas von schnell aus der Puste, es gibt ein erhöhtes Krebsrisiko in meiner Familie, meine Haut ist aschfahl und der ständige Gestank der Klamotten ist für mein Umfeld zum davonlaufen. Ich bin wie benebelt, denn mein Zeitmanagement bestimme nicht ich, sondern wird von Raucherpause koordiniert. Der finanzielle Aspekt ist auch nicht zu verachten.

Hier wird schon deutlich, es gibt viele Möglichkeiten anzusetzen und wenn der Leidensdruck entsprechend groß ist, dann geht man das Ziel entsprechend an.

Also die Frage nach dem WIE

Wählt man die Radikale Methode = jetzt hier und heute die letzte Zigarette oder ist es bereits der xxxx-Versuch, dann bedarf es vielleicht professioneller Hilfe, Unterstützung durch eine Gruppe, Hypnose, Nikotinpflastern,......

Für welche Methode man sich auch entscheidet, man sollte vorbereitet auf alles sein, was kommt.

Also hilft da vielleicht ein Zettel im Geldbeutel mit den Zeilen: „Ich höre auf zu rauchen, weil...“ oder „Du schaffst es“ Man sollte sich ein Ersatzritual suchen (Spaziergang, eine Geste, die Vorstellung in Gedanken die Zigarette wegzuschnipsen....) Weiterhin kann man mit Freunden Verträge/Wetten abschließen und einen Nichtraucherkalender führen. Man kann sich für erfolgreiches widerstehen belohnen oder ein Nichtrauchersparschwein anschaffen.

Man legt sich eine Strategie im Kopf zurecht, wie man die typischen Rauchersituationen meidet oder Raucherrituale durchbricht. (Raucherzimmer meiden, traditionelle Rauchzeiten sinnvoll anders ausfüllen, Aschenbecher vernichten, die gewohnten Kneipen meiden und auch mal den rauchenden Bekanntenkreis etwas zu sortieren. Wenn man den gesundheitlichen Aspekt forciert, finden sich in Fitnessstudios im Idealfall Gleichgesinnte.....

Sie sehen schon, es ist nicht damit getan nur einen Wunsch/Ziel zu formulieren. Es braucht weit mehr....

Mit diesem Thema beschäftigt sich mein Workshop „Ziele finden und verwirklichen“ im 2. Quartal.

Zurück