Glück - Teil 2- Autonomie

von Jana Fischer (Kommentare: 0)

Glück Teil 2 Autonomie

Ich zitiere als erstes einmal Wikipedia:

Als Autonomie (altgriechisch αὐτονομία, autonomía, „Eigengesetzlichkeit, Selbstständigkeit“, aus αύτός, autos, „selbst“ und νόμος, nomos, „Gesetz“) bezeichnet man den Zustand der Selbstständigkeit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit.

Allerdings ist Autonomie ein Bestandteil eines der bedeutendsten psychologischen Grundkonflikte, nämlich dem Autonomie-Abhängigkeitskonflikt. Er ist das Fundament vieler psychischer Störungen.

Ach und was hat Autonomie nun mit Glück zu tun?

Dieser Glücksbaustein Autonomie ist also die persönliche Balance zwischen einerseits Enge und dauerhafter Beziehung um jeden Preis, Vermeiden von Verantwortung und Eigenständigkeit, Unterordnen der Interessen und Wünsche gegenüber Beziehungspersonen, Verleugnen von Konflikten, Selbstwahrnehmung von Hilflosigkeit, Angewiesen sein auf Andere, existenziellen Verlustängsten und andererseits übersteigerter emotionaler und existenzieller Unabhängigkeit, Kampf in allen Lebensbereichen um Unabhängigkeit, Unterdrückung eigener Bedürfnisse nach Nähe und Anlehnung und Selbstwahrnehmung von großer Stärke und Nicht-Angewiesen sein auf andere.

Wie finden wir nun diese Balance?

Wir müssen zu allererst einmal sicher sein, dass wir unser eigenes Leben leben und nicht eines, dass andere von uns erwarten.

Es gilt immer wieder zu überprüfen, ob die tatsächliche persönliche Entscheidungsfreiheit in unserem sozialen Kontext Familie/Partnerschaft/Beruf unseren Wünschen an Entscheidungsfreiheit entspricht und falls nicht, wie sich das konkret ändern lässt. Lösungsmöglichkeiten könnten sein konkrete Handlungsalternativen für den Alltag zu entwickeln und erproben oder uns auf erfolgreiche Strategien und Ressourcen bei denen wir unser Autonomiegefühl als optimal bezeichnen können, zu besinnen.

Wir müssen wissen, wenn wir nach Glück streben, dass wir ohne Autonomie keine Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, autonom sind wir nie allein. Erst im sozialen Kontext können wir unsere Autonomie erproben.

Autonomie = abhängige Freiheit

Sollten Sie sich mit Ihrer persönlichen Autonomie-Balance unwohl fühlen oder Hilfe bei der Entwicklung von Handlungsalternativen oder beim Freilegen Ihrer erfolgreichen Strategien und Ressourcen wünschen, freue ich mich, wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen.

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