Heute ist Tag-und-Nachtgleiche – Mabon (aus dem keltischen)

von Jana Fischer

Es ist heute ein besonderer Tag, einer von 4 Sonnenfesten im Jahreskreis. Tag und Nacht sind heute gleich lang, bevor ab morgen die Nächte wieder länger sind und dann der Herbst beginnt.

Es ist ein Schwellenfest. Man steht sozusagen an der Schwelle zur dunklen Jahreszeit.

Die Ernten sind eingefahren, die Kornspeicher gefüllt und die Herbstfrüchte sind reif, dann ist es auch Zeit Danke zu sagen. Jede Kultur hat ihre eigenen Rituale zu Erntedankfesten.

Es ist aber auch ein guter Zeitpunkt Bilanz zu ziehen. Was war gut, was weniger? Was nehme ich als Kraftquelle in die Ruhezeit mit?

Im Frühling und Sommer strebt alles nach außen. Natur und Menschen mit ihren Sinnen, Wahrnehmungen und Gefühlen sind nach außen gewandt. In der dunklen Jahreszeit wendet sich alles wieder nach innen. Die Natur zieht sich ins Erdreich zurück und wir Menschen in uns selbst.

Bald beginnt die Zeit, in der die Natur noch einmal alles gibt. Sie verabschiedet sich mit einer wunderbaren Farbenpracht, mit Wind und Wetter in die kalte, ruhige Zeit. Eine herrliche Gelegenheit diese Schönheit aufmerksam mit allen Sinnen zu genießen und in die inneren Speicher zu packen.

Vielen Menschen fällt es schwer durch die dunkle Jahreszeit mit wenig Licht zu gehen, schwermütig sind sie in Gedanken in einer anderen, helleren und leichteren Zeit. Aber auch diese ruhige Zeit beherbergt Dinge, die unsere inneren Speicher dringend benötigen. Es ist wichtig, achtsam durch diese Zeit des Rückzuges zu gehen und die Stille zu fühlen und zu schätzen.

Besinnen Sie sich auf ihr inneres Licht und bringen Sie es mit Ihren Kraftquellen zum Leuchten. Es ist auch eine Frage der Einstellung. Genießen Sie die bevorstehende Zeit der Ruhe und Besinnung, Unsere Traditionen rund um den Jahreskreis zu zelebrieren hilft uns auf unserem Weg.

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