Körper und Seele – ganz entspannt

von Jana Fischer

Wenn unser Körper uns mal wieder rückmeldet, dass er Aufmerksamkeit möchte, haben wir zum Glück viele Stellschrauben um zu justieren. Hat man auf der körperlichen Ebene vermeintlich alles getan, lohnt es sich mit dem Thema Entspannung auseinanderzusetzen.

Was geschieht bei Entspannung? Warum ist sie so gut für uns?

Wir streben in der Entspannung den sogenannten Alphazustand an. Dieser Zustand bietet physiologisch betrachtet eine Menge Vorteile. Die Atmung wird tiefer, langsamer und gleichmäßiger. Die Gefäße weiten sich. Dadurch sinkt der Blutdruck und die Herzfrequenz. Die Organfunktionen z.B. Verdauung werden dadurch angeregt, weil sie nicht mehr gegen die allgemeine Körperspannung anarbeiten muss. Der Hautwiderstand steigt, während die muskuläre Anspannung nachlässt. Es wird weniger Schweiß produziert…

Kurz der Körper hat in diesem Zustand Zeit und Gelegenheit sich um andere Baustellen zu kümmern. Man sagt, im Alphazustand aktiviert der Körper seine Selbstheilungskräfte.

Nicht nur allein deshalb fühlen wir uns in der Entspannung so wohl. Wir stärken in diesem Zustand auch unsere Psyche, in dem wir auch innerlich loslassen können.

Interessanterweise ist Entspannung oft bei Rückenschmerzen ein wirksames Mittel, weil es Muskeln gibt, die auf Bewegung und Physiotherapie nicht ansprechen, sehr wohl aber auf Entspannung. Dadurch kommt Veränderung in das Schmerzsystem und der Rückengeplagte kommt wieder in Bewegung, was natürlich auch wieder nur gut für Körper und Seele ist.

Genau zu diesem entscheidenden Zeitpunkt empfiehlt sich der Einsatz von therapeutischen Yoga. Die sanften Dehn- und Kräftigungsübungen in Kombination mit meditativer Bewegung und Atmung sind wohltuend. Die Körperachtsamkeit bekommt einen anderen Fokus, weg vom Schmerz hin zur Körperkompetenz. Die Sinne können wieder nach außen gerichtet werden. Wunderbar!

Und was es da alles zu sehen und zu bestaunen gibt, wenn die Sinne nach außen gerichtet sind.

Heute z.B. ein wunderbarer Wintertag, hell trocken und sonnig. Falls Sie keine Gelegenheit hatten, einen kurzen Moment in der Natur innezuhalten, habe ich für Sie in meiner Mittagspause Fotos gemacht. Vielleicht lassen Sie sich von meinen Hund in seiner Freude an Bewegung und Entspannung in der weißen Pracht ein bißchen anstecken.

Als Yogaübung empfehle ich Ihnen heute für eine entspannte Wirbelsäule die Katze-Kuh-Kombination.

Sie sind im Vierfüßlestand auf Ihrer Unterlage. Die Hüftgelenke sind über den Kniegelenken und die Schultergelenke sind über den Handgelenken. Deine Beine sind hüftbreit auseinander. Mit der nächsten Ausatmung ziehen Sie Ihren Nabel Richtung Wirbelsäule und machen einen runden Rücken, einen sogenannten Katzenbuckel. Einatmend gehen Sie in ein leichtes Hohlkreuz und Ihr Blick ist am vorderen Mattenrand. Ihr Atem bestimmt das Tempo Ihrer Bewegung. Wiederholen Sie die Übung so oft, wie es für Sie angenehm ist.

 

Zurück