Körper und Seele - unter Stress im Advent Teil 3

von Jana Fischer

Körper und Seele unter Stress im Advent Teil 3

Noch eineinhalb Wochen bis Weihnachten .... der Countdown läuft also.  Haben Sie schon alle Geschenke oder wenigstens alle Geschenkideen? Steht der Speiseplan und die Gästeliste für Weihnachten? Waren Sie schon auf dem Weihnachtsmarkt oder welchen würden Sie gern besuchen? Wie siehts aus mit der Deko in diesem Jahr? Wie aktuell ist Ihre to-do-Liste?

Wie fühlt sich das für Sie an? Sind Sie Herr der Dinge, die da kommen oder haben Sie das Gefühl, Sie sind dem Weihnachtstreiben völlig ausgeliefert? Können Sie Weihnachten entspannt und zufrieden entgegensehen oder empfinden Sie Weihnachten als Herausforderung und Sie geraten in einem Flow von Handlungen, vertrauen aber darauf, ein schönes Fest zu organisieren oder fühlt sich Weihnachten für Sie gar bedrohlich an und Sie fühlen sich komplett überfordert.

Das heutige Blogthema soll also sein: Wie bleibe ich im Stress handlungsfähig?

Es gibt die sogenannten Akutstrategien, um Handlungsfähigkeit wieder herzustellen und nachrangige Strategien, die den Kontakt zu unseren Energiequellen wieder herstellen.

Wirksame Akutstrategien gegen Dauerbelastung und Erschöpfung setzen auf verschiedenen Ebenen des gesundheitlichen Risikos (die Blog-Beitrag zum 1.Advent) an, der körperlichen, neurologischer, geistiger und seelischer Ebene.

Die wichtigesten Akutstrategien im Stress und unter Dauerbelastung sind:

. Herstellung eines gesunden Tagesrhythmus mit ausreichend Schlaf, Arbeits- und Erholungsphasen sowie gesunder Ernährung

. körperliche Bewegung zum Abbau von Stresshormonen

. Entspannungsübungen

. innere Distanzierung zu quälenden Gedanken und Druckgefühlen. Sich aus einer Metaposition mit einen gewissen Abstand betrachten

. sich immer wieder die Situationen vorstellen, als Sie sich in ihrer vollen Kraft gefühlt haben

Nach konsequentem Umsetzen dieser Akutstrategien, sollten Sie die Handlungsfähigkeit wiedererlangt haben. Nun gilt es den Ursachen auf die Spur zu kommen und Strategien zu entwickeln, um künftigen Stress oder Burnout zu vermeiden.

Doch vornweg, nicht in allen Situationen wird sich die Stressursache beheben lassen. Wer unter einem schwierigen Chef leidet, wird aufgrund der ungleichen Machtverhältnisse nur begrenzt Erfolge erzielen können. Hier ist es wichtig, innerlich auf Abstand zu gehen, Charakterdefizite des Vorgesetzen nicht persönlich zu nehmen und sich klar zu machen, was ist meine Aufgabe und was ist mein Bereich und genau da, die Bewertung noch einmal selbst vorzunehmen. Wie sind Sie mit Ihrer Arbeitsleistung zufrieden?

Bei gleichberechtigten Partnerschaften sind Stressauslöser bedeutend leichter zu eliminieren, in dem Sie den Partner Raum geben für seine Sicht der Dinge und nicht die eigenen Argumentationsschleifen wieder und wieder wiederholen. Greifen Sie lieber das Thema nach ein paar Tagen erneut auf. Hilfreich ist auch zu verdeutlichen, dass man ein Miteinander und kein Gegeneinander anstrebt und eventuell auch Entgegenkommen bei anderen Problemen signalisiert.

Bei schwierigen familiären Belastungen kann es durchaus sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ist Ihr Stressauslöser eher Ihr persönliches Zeitmanagement? Sind Sie bekannt dafür, überall zu spät zu kommen? Auch das lässt sich trainieren. Gehen Sie in Gedanken den morgigen Tag durch. Setzen Sie sich Prioritäten, starten Sie 5 Minuten eher in den Tag und beenden Sie endlose Diskussionsschleifen rechtzeitig und lernen Sie zu delegieren und nein zu sagen. Nutzen Sie darüber hinaus den technischen Fortschritt, z.B. Einkaufen im Internet und online-banking

Zu den wichtigsten Maßnahmen beim Stressabbau zählt das Pflegen der eigenen Interessen. Wer seinem Hobby nachgeht, sei es Sport, singen oder kreativ sein, kann die angespannte Büroatmosphäre gelassener betrachten. Man spricht von einem „Gegenentwurf“ und meint Aktivitäten, die anregen, uns packen und positiv herausfordern und somit mehr und mehr vom Stress wegführen.

Wichtig ist auch das Beseitigen der Entspannungskiller. Wenn man abends auf der Couch beim Fernsehen den Tag ausklingen lässt, ist man dabei passiv und erreicht dabei keine nachhaltige Stressreduktion. Hier ist Planung alles. Verabreden Sie sich mit Freunden, buchen Sie Events usw.

Seien Sie vorsichtig mit Medikamenten und Alkohol um „runterzukommen“ Beide Wege können in eine stoffgebundene Abhängigkeit führen. Nehmen Sie keine Medikamente auf eigene Faust ein und bedenken Sie, dass Alkohol und Medikamente noch kein einziges Problem gelöst, nur zugedeckt haben.

In der kommenden Woche möchte ich mich mit der inneren Haltung und Stressmustern lösungsorientiert zuwenden.

Tipp: Nutzen Sie die „lichtvolle“ Zeit. Beschränken Sie sich nicht auf den obligatorischen Adventskranz sondern holen Sie sich mehr warmes, duftendes Kerzenlicht ins Haus, damit Ihnen warm ums Herz wird und Sie den Stress einen Moment vergessen können.

 

 

 

 

 

 

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