Körper und Seele - unter Stress im Advent Teil 4

von Jana Fischer

So, das 4. Lichtlein brennt, die Schulkinder haben Ferien, die letzten Weihnachtsfeiern sind gefeiert und nun sollte langsam Ruhe einkehren. Durchatmen. Vielleicht noch den Baum schmücken, Geschenke einpacken und dann … einfach die Weihnachtsstimmung genießen. Lichterglanz, Weihnachtslieder und süße Düfte begleiten uns.

Im heutigen Blog möchte ich mich noch einmal zum Thema Stress äußern. Diesmal soll es um unsere innere Haltung und unsere Stressmuster gehen. Wie können wir diese lösungsorientiert verändern.

Letzte Woche habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie im akuten Stress wieder in die Handlungsfähigkeit kommen und darüber hinaus, wie Sie die Stressursachen angehen können.

Vorweg noch ein Tipp:

Wenn Sie sich nach einer Stresssituation aus der Erschöpfung wieder in die Handlungsfähigkeit gekommen sind, sollten Sie Kontakt zu Ihren primären Bedürfnissen aufnehmen.

Malen Sie sich sechs Gefäße für Ihre Bedürfnisse. Beschriften Sie die Gefäße mit Ihren Bedürfnissen. Das kann z.B. sein; Gesundheit, Zufriedenheit, Sicherheit, Selbstbestimmtheit, Authentizität, Leichtigkeit….. Malen Sie den derzeitigen Füllstand in Ihre Gefäße ein und dann überlegen Sie sich Strategien, wie Sie die Gefäße füllen können und schreiben Sie Ihre Gedanken unter das jeweilige Gefäß. Bei Leichtigkeit könnte z.B. drunter stehen „Kopf ausschalten“, „Achtsamkeit“, die Frage „Was macht es mir schwer?

Nun aber zu den typischen Stressmustern und inneren Haltungen unter Stress und wie man ihnen wieder entkommt.

-          unter Stress entwickelt man einen Tunnelblick, man ist nur noch auf Probleme fixiert. Man hört, sieht und fühlt um sich herum nur noch Probleme. Man denkt nur noch „in Problemen“. Der Blick für die Lösung ist von den Problemen verstellt. Statt sich von den Problemen überwältigen zu lassen, sollte man sich an Stimmigkeit und Verbundenheit orientieren. Wann haben Sie sich das letzte Mal in Ihrer Mitte gefühlt und wie fühlt sich das für Sie an?

-          Orientieren Sie sich an Ihren Ressourcen, nicht an Ihren vermeintlichen Defiziten

-          Positve, motivierende Gesundheitsziele, die Druck und Stress abbauen formulieren, statt mit strikten Ge- und Verboten zu arbeiten. Es ist besser mehr in die Gesundheit zu investieren, als aus ihr herauszuziehen.

-          Das persönliche Umfeld wertschätzen, statt zu vergleichen und zu bewerten oder an Normen zu messen.

-          Das System „Körper-Seele-Gesundheit“ betrachten, statt einzelne Symptome herauszupicken

-          Es gibt nicht die einzig wahre Lösung für ein Problem, sondern immer prozess- und lösungsorientiert herangehen und Plan B und C bereithalten.

Hilfreich um aus den Stressmustern herauszukommen, ist die Möglichkeit sich immer und überall an die persönlichen Kraftquellen anzudocken.

Folgende Fragen können Sie dabei sich stellen.

Wann und wobei habe ich mich ganz in meiner Kraft erlebt? Wann fühle ich mich in meiner Mitte?

Welche positiven Erfahrungen habe ich mit Entspannung und Bewegung bereits gemacht? Was motiviert mich zu einem gesunden Lebenstil?

Auf welche „Flow-Erlebnisse“ (Wann fühlte ich mich im Einklang mit mir selbst, wann lief das Leben leicht, wann und warum machte mir großer Stress nichts aus) kann ich zurückblicken?

Welche Entschleunigungsrituale habe ich bereits in meinen Alltag integriert?

Wie lange auch immer diese Erfahrungen her seien mögen, Ihr Gehirn hat diese Erfahrungen gut abgespeichert und kann sie jederzeit wieder hervorholen.

Abschließend habe ich noch eine Bitte an Sie. Sie haben im Dezember hier sehr viel über Stressentstehung, Stressvermeidung und Stressbewältigung lesen können. Wenn Sie Lust oder die Notwendigkeit verspüren, das ein oder andere davon umzusetzen, setzen Sie sich dabei nicht unter Leistungsdruck. Das wäre kontraproduktiv. Nutzen Sie meine Tipps und Übungen nach dem Lustprinzip.

Wenn Ihr Lustprinzip nach mehr verlangt, empfehle ich Ihnen meinen Workshop „Stress bewältigen-Burnout vermeiden“ am 24.01.2015 von 10:00-16:00 Uhr

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2015!

 

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