Körper und Seele - im neuen Jahreskreis

von Jana Fischer (Kommentare: 0)

Köper und Seele - im neuen Jahreskreis

Körper und Seele im neuen Jahreskreis

Die längste Nacht und der kürzeste Tag liegen hinter uns. Sie brachten uns den Wendepunkt und nun kommt wieder täglich mehr Licht in unser Leben.

Es ist wie beim Durchleben von Krisen, am tiefsten Punkt kommt die Wende.

Der(Jahres-)Kreis schließt sich und wir sind bereit für Neues und Veränderung.

Das alles geschieht in einer Zeit, in der wir Menschen und die Natur uns zurückgezogen haben. Voller Vorfreude und Erwartungen auf das Weihnachtsfest und das kalendarische Ende des Jahres, haben wir unser Häuser geschmückt und mit Kerzen Licht in die dunkle Zeit gebracht.

Beim Julfest, dem Fest zur Wintersonnenwende geht es ganz besonders darum die Dunkelheit in all ihren Facetten mit all unseren Sinnen wahrzunehmen und die damit verbundenen Gefühle zu spüren und zuzulassen.

Es ist auch die Zeit Bilanz zu ziehen und das zurückliegende Jahr  seinen Ereignissen noch einmal Revue passieren zu lassen. Das gelingt am besten, wenn wir unser Jahr noch einmal skizzieren. Das verleiht dem Ganzen mehr Symbolkraft.

Dabei können wir uns Fragen stellen: Welche Richtung hat sich mein Leben eingeschlagen? Was war die größte Freude und was die stärkste Enttäuschung/Verlust? Welche Entscheidungen hatte ich in diesem Jahr zu treffen? Was kam zu kurz? Was habe ich vermisst? Worauf bin ich stolz? Was habe ich genossen? Wie habe ich meine Lebenszeit gestaltet? Wofür spüre ich Dankbarkeit? Was tut mir nicht gut? Wie haben sich meine Beziehungen entwickelt?....

Ich persönlich habe mir vorgenommen diesen neuen Jahreskreis bewusst zu erleben und mir meine Erfahrungen in einem Jahreskreisbuch zu notieren.

Also habe ich mich mit meinem Hund am 21.12. auf dem Weg gemacht und einen für mich besonderen Feldstein mitgebracht. Dieser wird ab jetzt mein Nordpunkt und das Symbol für die Wintersonnenwende sein. Weiterhin habe ich jahreszeittypische Kräuter (Mistel, Eibe, Tanne, Esche) mitgebracht und zum Räuchern vorbereitet. Ich habe mir 2 Zettel geschrieben. Auf dem einem standen Dinge, die ich gern loswerden würde und auf dem anderen Dinge, für die ich besonders dankbar bin und neue Ziele und Wünsche. Diese habe ich mit in die Feuerschale gegeben. Während ich dem Feuer zuschaute, wie es sich mehr und mehr die Kräuter und meine Zettel nahm, versuchte ich meinen Ahnen und Vorfahren nah zu sein. Ich empfand große Dankbarkeit. Gleichzeitig versuchte ich einen Ausblickt auf das neue Jahr zu wagen. In welche Richtung soll sich mein Leben entwickeln? Wer und was kann mich dabei unterstützen? Was möchte ich unterstützen und was möchte ich loslassen? Welche Wünsche begleiten mich durch das Jahr? Welches Motto hat mein neues Jahr?

Meine Erfahrungen, Erkenntnisse und Gefühle habe ich mir in meinem persönlichem Jahreskreisbuch festgehalten.

Mittlerweile befinden wir uns nun in den Rauhnächten. Es heisst, was wir in den 12 Nächten ab der Wintersonnenwende träumen, kommt in dem entsprechenden Monat wieder als Thema in das Leben. Auch dazu mache ich mir Notizen sowie zu besonderen Lebens- oder Naturereignissen, z.B. der Weihnachtsvollmond. Sehr heilsam ist es, sich am Tagesende auch 3 positive Dinge des Tages zu notieren. Das können Dinge sein, die überraschend in den Tag traten oder für die wir Dankbarkeit empfinden, kleine und große Dinge des Lebens.

Oder wie wäre es, wenn Sie sich schnell noch vor Jahresende ein besonders schönes Glas anschaffen, dass sie sichtbar aufstellen. Dann notieren Sie sich im Laufe des Jahres besonders schöne Dinge, die Ihren Alltag positiv beeinflusst haben und an Silvester des kommenden Jahres öffnen Sie das Glas und lassen alle schönen Jahresmomente noch einmal in Ihr Bewusstsein treten.

Wie auch immer Sie Ihr Jahr gestalten werden, ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Jahr 2016 und viele positive Momente!

 

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