Körper und Seele - schlafen gut

von Jana Fischer

Körper und Seele – schlafen gut

In dieser Woche habe ich mich mit verschiedenen Studien zur Schlafförderung beschäftigt. Ich möchte Ihnen die Quintessenz dieser Studien nicht vorenthalten.

Neben körperlichen Erkrankungen gehen auch psychische Erkranken mit Schlafstörungen einher, beispielsweise Depressionen, Psychosen, Süchte.

Doch bevor Sie bei sich eine Schlafstörung vermuten, überprüfen Sie erst einmal Ihre tatsächliche Schlafdauer.

Führen Sie 1-2 Wochen ein Schlaftagebuch, in dem Sie die Einschlafdauer und das Durchschlafverhalten bis zum Aufwachen notieren. Notieren Sie sich dazu auch die wichtigsten Geschehnisse des Alltages und bringen Sie dieses Schlaftagebuch Ihren Arzt oder Therapeuten mit.

Nun aber die wichtigsten Erkenntnisse aus den Studien zur Schlafförderung:

  • Ideale Raumtemperatur 15-19 Grad
  • sich vor dem Schlafen nicht mehr hellem Licht aussetzten (auch kein Handy, Tablett, ebook…)
  • kein zu langer Mittagsschlaf (15min sind ausreichend!)
  • Bewegung tagsüber 1x/Woche 2,5 Std. mäßig aerobe Bewegung oder 1,5 Std. schweißtreibende Bewegung sind schlaffördernd
  • Yoga und Tai Chi sind ebenso schlaffördernd
  • tagsüber den Geist beschäftigen, neue Eindrücke sammeln, z.B. Schauffensterbummel, Museeumsbesuch….
  • unmittelbar vor dem zu Bett gehen ein Bad nehmen
  • bei Einschläfstörungen Notizbuch auf den Nachttisch legen, 3 Probleme (nicht mehr!), die in Gedanken auftauchen mit der entsprechenden Lösung notieren
  • kleine kh-reiche Mahlzeit bis 200kcal wirkt schlaffördernd
  • Schäfchenzählen hilft immer noch oder Länder oder Gemüse nach Alphabet aufsagen
  • sich selbst als angenehm entspannt vorstellen
  • gähnen ist ansteckend und schlaffördernd
  • bei Durchschlafstörungen aufstehen und den Gedanken aufschreiben, wenn plötzlich ein Gedanke in den Kopf gekommen ist
  • sich konzentriert beschäftigen nach 20min Schlafpause, z.B. Puzzeln, nicht bügeln, kein helles Licht
  • nicht ständig auf die Uhr schauen
  • bei Lärm Ohrstöpsel
  • Nicht zu früh zu Bett gehen, den „toten Punkt“ überbrücken, z.B. mit einem Spaziergang oder einer Dusche oder bewusst 2 Std. später zu Bett gehen
  • in Schlaflabors wurde festgestellt, dass Patienten träumten, wach zu sein aber in Wirklichkeit fest schliefen. Am Morgen waren die Patienten von Durchschlafstörungen überzeugt.
  • man wacht nachts bis zu 28x auf ohne es zu merken
  • Farbe Lila und Lavendel begünstigen den Schlaf
  • Schlafhygiene nach persönlichen Bedürfnissen: Bettdecke leicht oder schwer?, wärmend oder luftig?, kein Fernseher, PC, Handy, Tablett, ebook, Bügelbrett oder Stepper im Schlafzimmer!
  • „Paradoxe Intentionen“ können hilfreich sein: Licht aus, Augen auf, sich fest vornehmen nicht einschlafen zu wollen.

Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Schlaf!

 

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