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Seit einem Jahr werden wir regiert nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“.

Wir haben weniger zu tun und müssen unsere Kontakte beschränken. Eigentlich müssten wir Zeit für Pausen und Erholung haben.

Trotzdem fühlen wir uns ausgelaugt wie nie. Woran liegt das? Was können wir dagegen tun? Was brauchen wir in Pandemiezeiten?

  1. Verlässlichkeit, Grenzen und Regeln

Wir Menschen brauchen einen stabilen Rahmen in dem wir unsere Freiheit und Selbstwirksamkeit ausleben können. Wenn sich die Rahmenbedingungen ständig ändern, fühlen wir uns schutzlos.

Von Klein auf wissen wir, wie wichtig Grenzen für uns sind. Wir lernen Grenzen zu akzeptieren und gehen sicher damit um. Der Umgang mit Grenzen sorgt wiederum für Verlässlichkeit.

Regeln sind meist gewachsene Verhaltensnormen, die immer wieder angepasst werden können oder müssen. Am wohlsten fühlen wir uns, wenn die Regeln für alle gleich gelten.

Was wir derzeit erleben, ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen.

Keine klaren Grenzen, sich ständig ändernde Regeln, kein begründetes , zeitnahes Handeln, Ankündigungen von Maßnahmen, die nicht umgesetzt werden, Versprechungen, die nicht gehalten werden (die Schulen werden nicht mehr geschlossen)

  1. Solidarität und Hilfen

Es wird solidarisches Handeln für ein funktionierendes, gesellschaftliches Miteinander eingefordert. Dabei soll möglichst das ganze gesellschaftliche Spektrum von Wirtschaft bis Gesundheitsfürsorge abgegolten werden. Die Schwierigkeit hierin liegt dabei, dass auch hier die persönlichen und gesellschaftlichen Grenzen fließend sind, was gravierende Auswirkungen auf ganze Branchen oder Einzelschicksale hat.

Helfen im persönlichen Bereich ist eigentlich ganz einfach und sinnstiftend. Staatliche Hilfen scheinen derzeit gefragt aber für Einzelne unerreichbar zu sein. Entscheidend hierfür scheint die Lautstärke der Lobbyisten zu sein.

  1. Plan, Strategie und Visionen

Für eine Pandemie gibt es keinen Probelauf, für sinnvolles und wirtschaftliches Handeln allerdings schon. Das betrifft den Einzelhändler, der von „Click&Collect“ zu „Click&Meet“ in wöchentlichen Abständen hüpft ohne Rücksicht auf verderbliche, saisonale

 Ware und ehemalige Umsätze aber auch ganze Branchen wie Gastronomie, Veranstaltungs –und Freizeitbranche und auch wirtschaftlich agierende Politiker, die für Beschaffung von Impfstoffen, Schnelltests und Hygieneartikel verantwortlich sind. Wünschenswert wäre, dass jeder Agierende die wirtschaftliche und juristische Verantwortung für sein Handeln übernimmt und auch hier Fairness und gleiche Bedingungen hergestellt würden.

  1. Was brauchen wir?

Verlässlichkeit, gleiche Bedingungen, zeitnahes und vertrauensvolles Handeln, Führungsstärke, einen funktionierenden Staat im Großen.

Existenzielle und gesundheitliche Sicherheit, sinnvolles Handeln und beschäftigt sein, Routinen und Perspektiven im Kleinen.

  1. Gewinner und Verlierer der Pandemie

Die genaue Bilanz können wir erst nach der Pandemie ziehen. In Teilen ist das Desaster aber schon erkennbar. Neben den oben erwähnten besonders gefährdeten Branchen zählen zu den Verlierern allgemein die Steuerzahler, gesetzlich Krankenversicherte (Wer in diesem Jahr eine Vorsorgeuntersuchung absolviert hat oder nur wollte, hat eine gewisse Ernüchterung zu spüren bekommen) und Subventionsempfänger.

Die Gewinner der Pandemie lohnt es sich später auf jeden Fall genau anzuschauen.

 

 

 

 

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