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Es gibt Zeiten, in denen das Leben mehr Raum zum Erleben als zum Schreiben braucht. Zeiten, in denen Gedanken wachsen, Erfahrungen reifen und Neues entstehen darf. Und dann kommt irgendwann der Moment, an dem meine Gedanken wieder Worte finden möchten – und ihren Platz hier in diesem Blog.

So ging es mir in den vergangenen Jahren. Ich durfte lernen, zuhören, Menschen begleiten und mich fachlich wie persönlich weiterentwickeln. Nun ist die Zeit gekommen, diese Erfahrungen, Gedanken und Erkenntnisse wieder mit dir zu teilen.

Schön, dass du da bist – und herzlich willkommen zurück bei Körper und Seele.

Vielleicht hast du dich gefragt, warum es hier so lange still geworden ist.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Das Leben hat stattgefunden.

Meine Praxis hat sich weiterentwickelt, ich durfte viele Menschen begleiten und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie sehr wir selbst als Therapeutinnen und Therapeuten immer Lernende bleiben. Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Momente, in denen ich dachte: Darüber müsste ich eigentlich einmal schreiben. Heute fühlt es sich richtig an, diesen Blog wieder mit Leben zu füllen.

Ein besonderer Wendepunkt begann für mich im Jahr 2024. Mit meinem jungen Labradoodle Bob zog nicht nur ein neuer Hund bei mir ein, sondern auch eine ganz neue Aufgabe. Ich wollte ihn nicht nur mit in meine Praxis nehmen, sondern gemeinsam mit ihm eine fundierte Ausbildung zum therapeutischen Begleithund absolvieren.

Doch Bob stellte mich immer wieder vor Herausforderungen. Er bringt Eigenschaften mit, die viele Menschen vielleicht auch von sich selbst kennen: Unsicherheit, schnelle Überforderung und ein Nervensystem, das auf Reize besonders sensibel reagiert. Ihn dabei zu begleiten, hat auch mich dazu eingeladen, genauer hinzusehen.

Ein Hundetrainer sagte einmal einen Satz zu mir, der mich bis heute begleitet: „Jeder holt sich den Hund in sein Leben, den er gerade braucht.“ Darüber habe ich lange nachgedacht – und ich glaube, ich bin noch immer auf dem Weg, diese Aussage ganz zu verstehen.

Mein Wunsch war es, unsere Beziehung zu stärken und Bob besser zu verstehen. Deshalb führte mich mein Weg zunächst in Fortbildungen, die unsere gemeinsame Entwicklung unterstützen sollten. Ich beschäftigte mich intensiv mit Waldbaden und Waldbaden mit Hund. Rückblickend waren genau diese Erfahrungen der Anfang einer Reise, die mich fachlich noch viel weiter führen sollte.

Mit der Zeit entstand daraus eine neue Fragestellung: Was braucht ein überreiztes Nervensystem eigentlich, um sich sicher zu fühlen und wieder in Balance zu kommen? Diese Frage begegnete mir nicht nur bei Bob, sondern auch immer häufiger in meiner therapeutischen Arbeit mit Menschen.

So führte mich mein Weg im vergangenen Jahr zu den Themen Nervensystemregulation, Entwicklungstrauma und Atemtherapie (Breathwork). Nicht, weil ich meine bisherige Arbeit verändern wollte, sondern weil ich sie noch besser verstehen und sinnvoll erweitern wollte.

Heute betrachte ich Gesundheit noch stärker als das Zusammenspiel von Körper, Psyche und Nervensystem. Viele körperliche und seelische Beschwerden lassen sich erst dann wirklich verstehen, wenn wir alle drei Bereiche gemeinsam betrachten.

Genau darüber möchte ich künftig wieder schreiben.

Dieser Blog war für mich schon immer ein Ort, an dem Gedanken entstehen, Erfahrungen geteilt und Zusammenhänge verständlich werden dürfen. Hier möchte ich wissenschaftliche Erkenntnisse alltagstauglich übersetzen, Impulse für mehr Selbstfürsorge geben und Themen aufgreifen, die Menschen in meiner Praxis bewegen. Manchmal wird es fachlich, manchmal ganz praktisch und hin und wieder auch persönlich.

Ich freue mich darauf, diesen Blog wieder mit Leben zu füllen. Es wird um Stress und Regeneration gehen, um das Nervensystem, um Körper und Psyche, um Entwicklungstrauma und seine oft unterschätzten Auswirkungen, um die Kraft des Atems, um Yoga als Weg der Selbstregulation und um die kleinen und großen Fragen, die uns auf unserem Lebensweg begegnen.

Vielleicht findest du hier Antworten. Vielleicht entstehen neue Fragen. Und vielleicht begleitet dich der eine oder andere Gedanke noch ein Stück auf deinem eigenen Weg.

Ich freue mich, wenn wir uns hier künftig wieder öfter begegnen.

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